Falls wir dürfen

Auch der letzte Kleinkunstabend, den Arbeitskreis Kleinkunst in diesem Jahr angesetzt hat, steht unter Vorbehalt. Nur falls der Bremer Senat für den letzten Monat des Jahres die Kulturveranstaltungen wieder zulässt, kann er stattfinden, und zwar am 12. Dezember 2020, wie gewohnt um 20 Uhr im Bürgerhaus Hemelingen, aber nicht im sonst genutzten Mehrzweckraum, sondern, der Abstandsregeln wegen, im Saal. Eine Voranmeldung über das Bürgerhaus (Telefon 0421- 456198) ist ratsam. Der Abend bietet Kurzgeschichten, Songs zum Keyboard und Zaubertricks.

Die Kurzgeschichten der Gesa Schwarze lassen sich wohl am ehesten als ›schnoddrig‹ bezeichnen. Sie handeln von Menschen, die ihr eigenes Scheitern mit der maximal möglichen Lächerlichkeit betreiben. Zwei Männer prügeln sich im Watt wegen einer Wette und ignorieren dabei die auflaufende Flut. Ein Frau schneidet sich beim Telefonieren aus Versehen eine Arterie auf. Und ein Doppelselbstmord am Weihnachtsabend kämpft mit logistischen Schwierigkeiten ... Gesa Schwarze schreibt vorzugsweise von Losern, erspart ihrem Publikum aber jegliches Mitleid.

Rockige Melodien zum Keyboard, dazu bissige, bisweilen aber auch pessimistisch gefärbte, zum Nachdenken anregende Texte – diese eigenwillige Mischung liefert der Moderator höchstselbst. Hans-Martin Sänger (für den Nachnamen kann er nichts!) hat im Laufe seines Lebens nicht nur zahlreiche kurze Satiren, sondern auch weit über 200 Lieder geschrieben, etwa zu gleichen Hälften englisch und deutsch. Passend zur gegenwärtigen Situation drehen sich etliche seiner Songs um das Thema Gesundheit.

Verzaubern wird uns dieser Abend, wenn er denn stattfinden darf, ebenfalls. Der Dank dafür geht an Ole Gold. Der Künstler begann vor etlichen Jahren mit Kartentricks und hat inzwischen sein eigenes Programm ›Goldene Zeiten‹, mit dem er – oft individuell auf die Situation zugeschnitten – private Feiern, diverse Festivals und nun auch den Hemelinger Kleinkunstabend bereichert.

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